Die Grenzen des KZ Sachsenhausen – Grenzen der Geheimhaltung

In dem Konzentrationslager Sachsenhausen starben in den Jahren 1936 bis 1945 mehr als 20.000 Menschen. Die Leichen wurden ab 1939 in einem Krematorium des Lagers verbrannt. Bei einem Massenmord an Kriegsgefangenen breitete sich der Geruch der verbrannten Leichen in dem ganzen um das KZ herum liegenden Wohngebieten aus.

Kurt Scharf (Pfarrer der Gemeinde Sachsenhausen, einer Bekennenden Kirchen-Gemeinde):

,, Sehr bald wurde dann ja auch  im Lager Sachenhausen das Krematorium in Gebrauch genommen. Und dann sahen wir den ganzen Tag die Rauchwolke hochziehen und bei drückendem Wetter roch man dann diesen süßlichen Geruch von verbrannten Menschenfleisch, also das lag wie, ja,äh, eine physische Wolke bei (…) feuchten Wetter, aber sonst eben eine physische (…) Wolke, drückend über meiner Gemeinde, die Existenz dieses Lagers.“  

Die SS- Leute versuchten es der Bevölkerung zu verheimlichen. Sie erzählten der Bevölkerung : „Es ist alles Gut, es finden keine Morde statt.“  Der Geruch wurde trotzdem von den Bewohnern bemerkt. Sie verbrannten die Leichen um die Anzahl der Toten zu verbergen und eine Zählung der Toten auszuschließen. Sie wollten die Existenz der Menschen völlig auslöschen.

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