Zellenbau

Der Zellenbau ist ein im Jahr 1937 im Konzentrationslager Sachsenhausen errichtetes Gebäude, das hauptsächlich als Gestapo- und Lagergefängnis genutzt wurde.

Einerseits wurden im Zellenbau besondere Häftlinge (zum Beispiel Prominente wie Georg Elser, Friedrich Weißler oder Martin Niemöller) oder wichtige politische Gegner gefangen gehalten, verhört und gefoltert. Andererseits wurden hier auch die Lagenstrafen an den Inhaftierten durchgeführt. Im Gebäude gab es 80 Haftzellen, in denen im Laufe der Zeit zahlreiche Häftlinge gefangen gehalten wurden.

Der Grundriss wurde in der im Dritten Reich üblichen T-Form angelegt, sodass man von einem zentralen Punkt (dem Eingang) aus alle Gänge mit den Haftzellen bewachen konnte.

Die Inhaftierten wurden durch Dunkelarrest, Pfahlhängungen und Prügelstrafen gequält. Sie dienten vor allem der Bestrafung und Abschreckung bei Lagerverstößen, wurden aber auch im Verlauf von Verhören angewendet. Damit die brutalen Strafen und Misshandlungen unbeobachtet blieben, war der Bereich des Zellenbaus ab 1938 durch eine hohe Mauer vom restlichen KZ-Gelände abgetrennt.

Dennoch wurde ab August 1942 die Prügelstrafe nicht mehr hinter den Mauern, sondern zur Abschreckung der anderen Häftlinge auf dem Appellplatz vollzogen. Heute steht nur noch ein Flügel des Zellenbaus, in dem sich eine Ausstellung zu diesem Gebäude befindet.

Katharina, Cosima und Miriam

 

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